Entstehungsgeschichte

Die Entstehungsgeschichte des Kindergartens ist eng mit der Entstehung der „Hausgemeinschaft Altes Kloster“ verbunden. 1990 gründeten 29 Menschen aus der Basisgemeinde Endressstraße den Verein „Gemeinsam Wohnen -  Christlich Leben“ mit dem Ziel, ein Wohnprojekt auf Basis von christlichen Werten zu realisieren. 1991 wurde zu diesem Zweck das Alte Kloster erworben.

Das 1908 errichtete Gebäude hatte den Redemptoristinnen - einem kontemplativen Orden - 70 Jahre als Kloster gedient und beherbergte in der Blütezeit einst 39 geistliche Schwestern. 1981 wurde  ein Teil des Alten Klosters verkauft und abgerissen und in dem verbleibenden Teil ein Pflegeheim untergebracht. Als der schlechte bauliche Zustand des Alten Klosters den Betrieb eines Pflegeheimes nicht mehr zuließ, wurde es schließlich zum Verkauf angeboten.

1991 erwarb der Verein “Gemeinsam Wohnen – Christlich Leben” das Kloster von den Redemptoristinnen, um an diesem Ort ein Mehrgenerationen-Wohnprojekt zu errichten. Neben Wohneinheiten und Gemeinschaftsräumen sollten aber auch Sozialprojekte im „Alten Kloster“ einen Platz finden und so entstand unter anderem die Idee, einen Kindergarten ins Leben zu rufen.

Im September 1996 wurde zunächst eine Kindertagespflegestelle eröffnet. Unzählige ehrenamtliche Hilfestellung, Sach- und Geldspenden waren davor geleistet worden, um die Eröffnung mit einem minimalen Startbudget zu ermöglichen. Ulrike Keindl und Magarete Schmidt waren die ersten Pädagoginnen, die zunächst max. 20 Kinder in der Zeit von 8-12 Uhr betreuten. Sie verzichteten in der Anfangsphase auf einen Teil ihrer Entlohnung, um den Start zu ermöglichen. Schrittweise wurden die Räume des Kindergartens ausgebaut und besser ausgestattet.

Im Februar 1999 musste uns Ulrike Keindl, eine der beiden Gründungspädagoginnen, aus privaten Gründen leider kurzfristig verlassen. Nach einer Übergangszeit von 5 Monaten, in der Claudia Lenhart, die bisher im Kindergarten 1x wöchentlich religiöse Angebote geleitet hatte, die Vertretung von Ulrike Keindl übernahm, wurde im September 1999 mit Christine Traxler eine neue Kindergartenpädagogin angestellt und die Kindertagespflegstelle in einen Kindergarten umgewandelt. Die Öffnungszeiten wurden auf 7:30–13 Uhr ausgeweitet und nun konnten 25 Kinder betreut werden.
Der laufende Betrieb wurde ab diesem Zeitpunkt von der Stadt Wien gefördert, was die Finanzierung des Kindergartens deutlich erleichterte.

Auf Wunsch der Stadt Wien gründetet die BewohnerInnen des Altes Kloster  im Jahre 2002  einen eigenen Trägerverein  für den Betrieb des Kindergartens. Bis dahin war der Kindergarten ein Teil des Vereins „Hausgemeinschaft Altes Kloster“ gewesen. Mit dem Einstieg von Claudia Lenhart (März 2001) wurde die Betreuungskapazität von 2 auf 3 Pädagoginnen ausgeweitet, die gemeinsam statt 25 nun 28 Kinder betreuen konnten. Im Jahr 2005 wurde die maximale Betreuungskapazität allerdings wieder auf 25 Kinder gesenkt.

Im September 2009 kam es zu einer neuerlichen Veränderung im Pädagoginnen-Team. Christine Traxler verließ unseren Kindergarten, an ihrer Stelle wurde Marion Braumüller in das Team aufgenommen.

Seit Februar 2014 ist Michaela Schwarzenecker Teil unseres PädagogInnen- Teams. Ende Juni 2014 hat sie die Leitung des Kindergartens von Claudia Lenhart übernommen, die den Kindergarten nach 13 Jahren verlassen hat, um sich dem Aufbau einer neuen Schule (www.tankstelle-dieschule.at) zu widmen.

Im August 2015 endete nach 19 gemeinsamen Jahren die Tätigkeit von Grete Schmidt in unserem Kindergarten. Wir hätten sie noch gerne länger bei uns im Team behalten, aber irgendwann darf schließlich jeder in Pension gehen. Seit Anfang September 2015 verstärkt nun Bettina Wiesner unser Team.

In den ersten 15 Jahren unseres Kindergartens waren ca. 150 Kinder als „Tausendfüssler“ im Kloster zu Gast. Nur 20% von Ihnen kamen aus der Hausgemeinschaft und leben daher auch nach der Kindergartenzeit im Alten Kloster. Wer hätte vor mehr als 100 Jahren beim Erbau des Alten Klosters gedacht, dass hier einmal so viele Kinder ihre Zeit verbringen würden?

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